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am 7. Februar

Post aus Döbling

- Zum Thema Radweg Krottenbachstraße erreichte uns letzte Woche dieser Leserbrief von Barbara Haller, den sie auch an die Bezirkszeitung gerichtet hat:

Ich wohne in Salmannsdorf und fahre – zumindest außerhalb des Lockdowns – täglich mit dem 35A bzw. dem Pkw in die Arbeit. Zahlreiche Fahrradfahrer*innen nutzen diesen breiten „Boulevard“ jetzt schon, um von Salmannsdorf, Neustift und der äußeren Krottenbachstraße rasch und umweltfreundlich zur S 45 oder zur Straßenbahnlinie 38 zu gelangen. Meiner Ansicht nach eignet sich wohl kaum eine andere Straße in diesem Bereich des 19. Bezirks besser für einen - idealerweise baulich von der Fahrbahn getrennten - Radweg als die Krottenbachstraße.​

Die Fahrspuren sind teilweise fast so breit, dass zwei Pkw nebeneinander Platz haben. Ich habe auch immer wieder riskante Überholmanöver beobachtet, weil diese breite Straße manche Autofahrer nachgerade dazu einlädt.

Parkplätze gibt es dank des Parkpickerls auch wirklich mehr als genug. Die Gehsteige sind über weite Strecken unglaublich breit und vor allem im Bereich zwischen Agnesgasse und Felix-Dahn-Straße gibt es nur ein sehr spärliches Fußgängeraufkommen. Diese Gehsteige werden daher jetzt schon kaum genutzt und die Krottenbachstraße ist keine klassische „Flaniermeile“. Im Bereich zwischen den Ordnungsnummern 120 – 124 sind sogar Schrägparkplätze eingerichtet, die rund doppelt so viel Stellfläche brauchen wie Längsparkplätze. Aktuell sind die Längsparkplätze über weite Strecken auf dem „Gehsteig“ eingerichtet, also derzeit baulich durch eine Erhöhung von der Fahrbahn getrennt.

Es wäre sicher ohne allzu große Einschränkungen möglich, die Parkplätze zum Teil auf die Fahrbahnen zu verlagern und auf jeder Fahrbahnseite (jeweils in die Fahrtrichtung der angrenzenden Richtungsfahrbahn) einen Radweg einzurichten. (Anm.: aktuelle Planungen gehen dahin, dass beide Spuren des Radwegs nur auf der Nordseite der Krottenbachstraße errichtet werden, da sonst viele Bäume gefällt werden müssten.) Dies würde noch mehr Familien, Kinder und Jugendliche ermutigen, einen sicheren (weil baulich abgetrennten) Radweg zu nutzen, der eine direkte Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ermöglicht, und dies ohne die in Döbling kaum vermeidbare „Berg-und-Tal-Fahrt“ in Kauf nehmen zu müssen.
 
Es wäre wirklich schade, wenn man diese Chance ungenützt verstreichen ließe und wieder nur ein Radwege-Flickwerk über diverse Nebengassen installiert – wie dies sonst in Wien leider so häufig der Fall ist.
 
Wien sollte wieder mehr eine menschen- und umweltfreundliche statt eine autofreundliche Stadt werden!

 
Beste Grüße,

Mag. Barbara Haller