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am 5. September 2016

Parkplatzchaos in Döbling

- Schwarz-Blau-Pinkes Parkplatzchaos: wenigstens für Parkplatz-Refugees heißt es in Döbling durch diese Parteien welcome! Seit der Einführung des Parkpickerls in Währing mit 5. September kreisen Parkplatzsuchende in Döbling.

Die jetzt schon überparkten Gegenden werden im Stich gelassen.

Rund um die Spittelau und Heiligenstadt betrugt die Auslastung der Parkplätze schon vor der Einführung des Parkpickerl in Währing annähernd 100%. Langes Herumfahren, um einen Parkplatz zu finden, gehörte zum Alltag. Jetzt verschlimmert sich die Situation in weiten Bezirksteilen, wie schon in der Studie der Stadt Wien im Jahr 2012 vorhergesagt.

Unverbindliche Umfrage im ganzen Bezirk erst Anfang nächsten Jahres.

Nachdem sich ÖVP, FPÖ und NEOS in der Bezirksvertretung gegen eine rechtzeitige Einführung des Parkpickerls ausgesprochen hatten, haben sie in der Verkehrskommission eine unverbindliche Befragung des ganzen Bezirks Anfang 2017 beschlossen. Unserer Ansicht nach ist das eine feige Entscheidung, die die betroffenen Döblingerinnen und Döblinger im Stich lässt. Außerdem wird die Abstimmung wahrscheinlich mit einer knappen Mehrheit dagegen ausgehen: nicht-autofahrende stimmen eher gegen neue Gebühren und die Gebiete, die nicht betroffen sind, auch eher dagegen. Das ist ja auch nachvollziehbar. Hat aber zur Folge, dass tausende Leute mit ihrem Parkplatzproblem allein gelassen werden.

Steuergeldverschwendung durch zizerlweise Ausweitung.

Die Erfahrung aus anderen Bezirken zeigt, dass die Grenzzonen zugeparkt werden und eine Ausweitung der Zone zwingend folgt, wenn diese nicht gleich groß genug festgelegt wurde. In Döbling werden also nicht nur zehntausende Euro für ein unverbindliches Stimmungsbild ausgegeben, sondern Döbling verursacht auch noch zig-tausende Euro Mehrkosten, falls in Döbling auch das Pickerl kommen sollte. Denn dann müssen die Schilder und Markierungen zum 18. hin versetzt und überpinselt und neue Markierungen in Döbling angebracht werden. Steuergeldverschwendung erster Klasse!


Hier noch mal unsere Argumente für die Parkraumbewirtschaftung:

Warum wird die Parkraumbewirtschaftung ausgeweitet?

Der vom Gemeinderat beschlossene "Masterplan Verkehr“ der Stadt Wien sieht vor, dass der Anteil des Autoverkehrs von derzeit 33 % bis 2020 auf 25 % aller Wege verringert werden soll. Durch weniger Lärm und Luftverschmutzung steigt die Lebensqualität und die Verkehrsbedingungen verbessern sich für alle Verkehrsteilnehmer.

Erreicht werden soll dies durch bessere Öffis, eine bessere Raumplanung (z.B. Nahversorger in der Nähe u.s.w.) und eben die Parkraumbewirtschaftung. Die Parkraumbewirtschaftung trägt zur deutlichen Entspannung der Parksituation tagsüber bei. Die Wirkung der Parkraumbewirtschaftung in Wien ist durch Vorher-Nachher-Untersuchungen gut dokumentiert. Sie lässt sich aber auch durch einen Vergleich von dicht bebauten Gebieten mit und ohne Parkraumbewirtschaftung deutlich erkennen.

Welchen Einfluss wird das Parkpickerl auf die verfügbaren Parkplätze und den Verkehr haben?

Laut einer wissenschaftlichen Studie der unabhängigen (d.h. in diesem Fall weisungsfrei agierenden) Behörde MA 46 (Verkehrsorganisation) werden durch die Einführung des Parkpickerls ca. 35% mehr Parkplätze für die Anrainerinnen und Anrainer zur Verfügung stehen. Ohne Einführung des Parkpickerls würde sich die Auslastung deutlich steigern. Gerade in den dicht verbauten Gebieten stellt sich somit die Wahl: Will ich länger als bisher nach einem Parkplatz suchen, oder verkürzt sich die Suchzeit für einen Parkplatz um durchschnittlich 35%?

die Grünen Döbling FORDERN SCHON SEIT JAHREN das Parkpickerl in (FAST) ganz Döbling.

Damit sollen auch folgende Probleme verhindert werden:

  • zugeparkte Parkpickerlgrenze
  • schwieriges Umparken innerhalb des Bezirks
  • komplizierte Ausnahmeregeln
  • teures Aufstellen von Grenztafeln

Eine genaue Festlegung der Grenzen soll nach einer entsprechenden wissenschaftlichen Studie der zuständigen Magistratsabteilung festgelegt werden.


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