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am 1. Juli

Resümee: Ein Jahr Parkpickerl und eure Reaktionen

Heinz Hieber, Katharina Kunz, Peter Kristöfel - Grüner Erfolg: vor genau einem Jahr wurde das Parkpickerl eingeführt - seither atmet Döbling auf

1 Jahr Parkpickerl in Döbling

Das Pickerl bringts: weniger Verkehr und mehr Lebensqualität für die DöblingerInnen.

Vor genau einem Jahr, am 1. Juli 2019, wurde das Parkpickerl in Döbling flächendeckend eingeführt. Mit Stichtag 1. Mai 2020 waren es nun 18.528 Parkpickerl, plus 273 für die SchrebergärtnerInnen, die in Döbling beantragt und ausgegeben wurden.

„Unsere Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt,” zieht der grüne Klubobmann Heinz Hieber zufrieden Bilanz. Durch das Parkpickerl hat sich die Parkplatzsituation spürbar verbessert, die vielen Fahrzeuge ohne Wiener Kennzeichen sind aus dem Bezirk verschwunden und die Belastung durch den Parkplatz-Suchverkehr ist deutlich zurückgegangen. Das bedeutet: weniger Lärm, weniger Abgase, weniger Ärger.

Geschichte eines grünen Erfolgs

„Im Dezember 2010 habe ich in meiner ersten BV-Sitzung als Klubobmann meinen ersten Parkpickerlantrag gestellt, er wurde von der Bezirksmehrheit von ÖVP und FPÖ abgelehnt“, erinnert sich Heinz Hieber. Es folgte eine Reihe von Anträgen: etwa nur bis zur Vororte-Linie oder nur für drei, stark überparkte, Teilgebiete (Krim, Cottage und Heiligenstadt). Alle diese Varianten wurden abgelehnt. Als jedoch im September 2016 die Parkraumbewirtschaftung in Währing eingeführt wurde, stieg der Druck. Die Autos der PickerlvermeiderInnen aus den Nachbarbezirken und die Pendler-Fahrzeuge parkten Döbling regelrecht zu. Eine tendenziöse Umfrage des Bezirksvorstehers Adi Tiller brachte im November 2016 noch eine sehr knappe Mehrheit gegen das Parkpickerl - die nicht Betroffenen haben die Betroffenen überstimmt. Doch der Unmut stieg.

Am 27. September 2018 brachten die Grünen gemeinsam mit der SPÖ schließlich jenen Antrag ein, bei dem auch fünf vernünftige ÖVP-Bezirksräte für das Parkpickerl stimmten und der endlich zur „Einrichtung einer flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung in Döbling“ führte.


UND WAS SAGEN DÖBLINGER*INNEN DAZU ?

Ein Jahr nach der Einführung wollten wir auch euch fragen was sich geändert hat.
Das sind eure Reaktionen:

Wie geht es weiter?

Ein Jahr später kann man guten Gewissens sagen: das Parkpickerl ist ein voller Erfolg. Die Parkplatzsituation hat sich weitgehend entspannt, Lärm und Luftverschmutzung sind zurückgegangen.
„Durch das Parkpickerl ist viel Platz frei geworden, jetzt müssen wir uns überlegen, wie dieser Freiraum sinnvoll und nachhaltig genutzt werden soll“, so Heinz Hieber. Sein Vorschlag: mehr Platz für FußgängerInnen und RadfahrerInnen und Bäume, Bäume, Bäume. Die Coronakrise hat gezeigt, wie wichtig Freiräume und Platz sind, und dass es im Bezirk eine Menge fehlender oder zu schmaler Gehsteige gibt. Dazu kommt, dass der nächste und auch alle folgenden Sommer heiß werden. In den verbauten Grätzeln brauchen wir weniger Parkflächen, aber mehr Grün: kühlende begrünte Fassaden und Bäume, die Schatten spenden und gut fürs Klima sind. Bänke zum Verweilen im Schatten mit Blick auf unser schönes Döbling. Und Brunnen zum Abkühlen der Umgebung und stillen des Durstes von Mensch und Tier.
Damit wir in unserem wunderbaren Bezirk eine gute Lebensqualität für alle erhalten.